Arbeitskreise

Die Arbeitskreise beschäftigen sich unter anderem mit dem Vergleich von Strukturen und Terminologien, der Unterstützung von Unternehmen bei der internen Etablierung von Konfliktmanagement sowie dem gezielten Aufbau und Austausch von Regelwerken und Analyseinstrumenten für den systematischen Umgang mit Konflikten in Rechts- und Personalabteilungen.

Arbeitskreis 1: Fallsammlung

Ziel des Arbeitskreises ist zunächst die Erstellung eines Fragebogens zur Dokumentation durchgeführter Mediationen, nachfolgend die Erhebung von Falldaten und deren quantitative und qualitative Analyse.

Arbeitskreisleitung: Dr. Ulrich Hagel, Bombardier Transportation GmbH

Arbeitskreis 2: Etablierung von Mediation im Wirtschaftskontext/Mediationsgesetz

Dieser Arbeitskreis beschäftigt sich mit aktuellen Fragen zur Etablierung von Mediation in Deutschland, hierbei insbesondere gegenüber Politik und Verbänden. Dabei steht die Sicht der im Round Table vertretenen Unternehmen als Nutzer dieses Verfahrens im Vordergrund. Der Arbeitskreis hat sich in der Vergangenheit u.a. intensiv mit dem Gesetzgebungsverfahren zur Umsetzung der EU-Mediationsrichtlinie durch das deutsche Mediationsgesetz befasst. Dabei hat der Arbeitskreis für den Round Table frühzeitig mit einem Positionspapier umfangreich gegenüber dem Bundesjustizministerium Stellung genommen und auch das weitere Verfahren mit Stellungnahmen zu den Gesetzentwürfen begleitet. Daneben hat der Arbeitskreis an mehreren Aufsatzprojekten zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang der Wirtschaftsmediation gearbeitet, u.a. durch einen Aufsatz zur Bewertung des Mediationsgesetzes aus Unternehmenssicht. Derzeit ist der Arbeitskreis mit dem Bericht der Bundesregierung zur Evaluierung des Mediationsgesetzes befasst und hat hierzu gegenüber der Bundesregierung Stellung genommen.

Arbeitskreisleitung: Nils Goltermann, Deutsche Bahn AG

Arbeitskreis 3: Qualitätssicherung

Der Arbeitskreis Qualitätssicherung beschäftigt sich mit den qualitativen Anforderungen an die unternehmensinternen Mediatoren und den Mediatorinnen. Dabei stehen die Anforderungen an die Mediatoren, Eignungs- und Auswahlverfahren und konkrete Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -förderung im Fokus der Betrachtungen.

Arbeitskreisleitung: Christiane Händel, Deutsche Bahn AG

Arbeitskreis 4: Etablierung und Kommunikation von Konfliktmanagement-Systemen in Unternehmen

In diesem Arbeitskreis werden u.a. die Terminologie und die Konzepte im Bereich Konfliktmanagementsysteme und Konfliktprävention systematisiert und ausdifferenziert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem intensiven Praxisaustausch. Was funktioniert in Mitgliedsunternehmen bereits gut? Welche „lessons learned“ und Erfahrungen wurden gemacht? Welche Institutionen und Personen sind involviert? Gibt es Zeit- und Kostenrahmen, die als Grundlage genutzt werden können? Woran lässt sich konkret anknüpfen? Wie kann das Angebot im Unternehmen kommuniziert werden?

Arbeitskreisleitung: Jan Nicolai Hennemann, Sweco GmbH

Arbeitskreis 5: Externe Konflikte/B2B-Konfliktmanagement

Ziel des Arbeitskreises ist die Erarbeitung von Konfliktmanagementsystemen für Konflikte zwischen Unternehmen/-steilen und Strategien für deren Etablierung. Weitere Ziele sind die Erstellung einer Übersicht über die für Wirtschaftskonflikte geeigneten Streitbeilegungsverfahren, die Erarbeitung von Kriterien für die Auswahl des jeweils geeigneten Verfahrens sowie die Untersuchung von Konfliktkosten

Arbeitskreisleitung: Dr. Ulrich Hagel, Bombardier Transportation GmbH

Arbeitskreis 6: Verhandlungsmanagement

Die Konfliktmanagement-Studien von PriceWaterhouse Coopers und Europa Universität Viadrina (2005 und 2016) belegen eindrucksvoll, dass die Verhandlung im Spektrum der Verfahren alternativer Konfliktbeilegung eine Sonderstellung einnimmt: Unternehmen präferieren die Verhandlung und nutzen sie im Einklang mit ihrer Präferenzentscheidung tatsächlich auch am häufigsten.

Der Arbeitskreis Verhandlungsmanagement hat sich zur Aufgabe gemacht, zu hinterfragen, wie diejenigen Personen, die in den Unternehmen als VerhandlerInnen tätig bzw. qualifiziert sind, und unter welchen Rahmenbedingungen sie verhandeln. Zu diesem Zweck hat der Arbeitskreis unter anderem die Studie „Verhandlungsmanagement in Unternehmen in Deutschland: Von der Intuition zum System“ (Europa-Universität Viadrina/European Business School, 2016) unterstützt, die den status quo des Verhandlungsmanagements untersucht und eine Reihe von Maßnahmen vorschlägt, um die im Zuge der Untersuchung festgestellten Defizite zu beheben. Der Volltext der Studie kann unter www.verhandeln-mit-system.de bestellt werden. Derzeit beschäftigen sich die Mitglieder des Arbeitskreises mit der Frage, welche Anreize VerhandlerInnen erhalten, um wertschöpfend zu verhandeln und wie bestehende Anreizsysteme optimiert werden können.

Arbeitskreisleitung: Dr. Felix Wendenburg, Europa Universität Viadrina

Arbeitskreis 7: Projektmanagement Bau- und Großprojekte (der Arbeitskreis ruht derzeit)

Die Immobilien- und Baubranche stellt einen sehr konfliktträchtigen Wirtschaftszweig dar. Konflikte sind ein großes wirtschaftliches Risiko, insbesondere dann, wenn sie nicht zügig gelöst werden können.  Neben der Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der außergerichtlichen Streitbeilegung, gibt es in vielen Unternehmen dieser Branche das wachsende Interesse, im Sinne einer Konfliktprävention, Methoden zu entwickeln, die projektbegleitende Anwendung finden bzw. in das Projektmanagement integriert werden können.

Ziel des Arbeitskreises ist es Ansätze, Methoden und Instrumentarien des projektbegleitenden Konfliktmanagements bei Bau-und Großprojekten zusammen zu tragen, zu systematisieren oder ggf. zu erarbeiten um sie auf ihre Übertragbarkeit auf andere Branchen hin zu prüfen.

Arbeitskreisleitung: Gabriele Church, design2sense und Angela Klein